Algentipps bei lichtbedingtem Algenwuchs im Aquarium

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Kein Thema beschäftigt Aquarianer so sehr wie Algen. So vielfältig die Diskussionen, so vielfältig sind auch die Ursachen. Ganz genau lässt sich der Auslöser selten bestimmen, aber es gibt klare Hinweise. Hier erfahren Sie, wie Sie Algenwachstum durch falsche Lichtbedingungen möglichst gering hältst.

Standort

Bei lichtbedingtem Algenwachstum ist der Standort eine Grundsatzfrage. Stellen Sie Ihr Aquarium möglichst so auf, dass es kein direktes Sonnenlicht abbekommt. Es gibt zwar Becken in praller Sonne, die trotzdem kaum Algen haben. Wenn Sie die Wahl haben, vermeiden Sie direkte Sonne aber trotzdem.

Beleuchtung

Die Beleuchtung ist nach unserer Erfahrung einer der Hauptgründe für Algen. Es gibt unzählige Meinungen zur richtigen Dauer und viele Leuchtmittel mit unterschiedlichen Lichtspektren. Der wichtigste Faktor ist aber die Laufzeit Ihrer Lampen.

Betriebsdauer der Lampen

Jeder Hersteller gibt an, wie lange ein Leuchtmittel genutzt werden sollte. Überschreiten Sie diese Angabe nie und tauschen Sie lieber früher als zu spät, auch wenn die Lampe noch leuchtet. Leuchtmittel verlieren mit der Zeit an Intensität. Mit bloßem Auge sehen Sie das kaum, für die Photosynthese hat es aber große Folgen.

Bei schwächerem Licht verlangsamen sich alle Prozesse im Becken. Die Pflanzen verarbeiten weniger Nährstoffe, und die stehen dann den genügsamen Algen zur Verfügung. Setzen Sie anschließend neue, kräftige Leuchtmittel ein, werden die gut versorgten Algen regelrecht angeschoben. Ein Teufelskreis. Wechseln Sie Ihre Leuchtmittel deshalb regelmäßig.

Beleuchtungsdauer

Auch hier gehen die Meinungen weit auseinander. Wir empfehlen je nach Pflanzendichte 8 bis 11 Stunden. Je mehr Pflanzen, desto länger. Am besten finden Sie selbst heraus, was für Ihr Becken passt.

Manche Aquarianer schalten mittags für 1 bis 2 Stunden das Licht aus. Wir raten davon ab: Die Photosynthese wird unterbrochen und muss danach neu anlaufen. Der Nachteil für die Pflanzen wiegt aus unserer Sicht schwerer als der mögliche Effekt auf die Algen.

Lichtfarbe

Es gibt viele Lichtspektren für Aquarien, darunter spezielle Pflanzenlampen. Aus zahlreichen Gesprächen mit Kunden wissen wir aber, dass Algenprobleme besonders oft dort auftreten, wo genau diese Pflanzenlampen im Einsatz sind. Wir empfehlen dann den Tausch gegen zwei Tageslichtröhren, weil deren Farbtemperatur übermäßigen Algenwuchs nach unserer Erfahrung am wenigsten fördert.

Diese Tipps beziehen sich auf die weit verbreiteten T5 und T8 Röhren. Für LED-Beleuchtung gelten die Grundsätze zu Standort und Beleuchtungsdauer genauso.

Fazit

Der natürliche Algen-Blocker hilft Ihnen am besten, wenn Sie parallel diese Punkte prüfen:

  • Steht Ihr Aquarium ohne direkte Sonne?
  • Sind Ihre Leuchtmittel noch innerhalb der Herstellerlaufzeit?
  • Passt die Beleuchtungsdauer zu Ihrem Pflanzenbesatz?
  • Nutzen Sie ein geeignetes Lichtspektrum, zum Beispiel Tageslicht?

Nur wenn diese Faktoren stimmen, verschwinden Ihre Algen dauerhaft.